Gräßle: TTIP - Keine Gefahr für regionale Spezialitäten
06.01.2015 14:12
Als "in der Sache unzutreffend" und "ohne Kenntnis des Verhandlungsmandats" bezeichnet die CDU-Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle die Kritik des Bundeslandwirtschaftsministers an den TTIP-Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wegen des angeblich wegfallenden Schutzes für regionale Spezialitäten. "Das Gegenteil ist der Fall: Unser Verhandlungsteam muss den Schutz regionaler Spezialitäten durchsetzen, die bis jetzt auf dem amerikanischen Markt nicht geschützt sind," so Gräßle. Das Mandat wolle die Qualitäts- und Schutzstandards auf den amerikanischen Markt ausdehnen. Dies haben die EU-Verhandlungsführer den amerikanischen Partnern in den bisherigen Verhandlungsrunden zu TTIP auch deutlich gemacht. Die EU schützt hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel durch drei Gütezeichen: g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung), g.g.A. (geschützte geographische Angabe) und g.t.S. (garantiert traditionelle Spezialität).
In Deutschland sind derzeit 79 Produkte geschützt. Im EU-Kanada-Freihandelsabkommen CETA ist es gelungen, diese geschützten geographischen Angaben für europäische Produkte auf 145 auszudehnen.




